Vorlesungen sind eine viel gescholtene Veranstaltungsform: Sie seien ein Lehrkonzept „aus dem letzten Jahrtausend“, monomethodisch, dozentenzentriert und zudem oft eine „didaktische Katastrophe“. Nichtsdestotrotz haben Lehrvorträge ihre methodische Berechtigung: Inhalte können aus Sicht des Dozenten zusammengefasst, bewertet und kommentiert werden. Darüber hinaus kann die Lehrperson bestimmte Denk- und Arbeitsweisen direkt demonstrieren.

Der Flipped Classroom ist eine methodische Alternative zur Vorlesung, die einerseits die Vorteile von Lehrvorträgen bewahrt, andererseits aber lernendenzentriert ist: Die Studierenden bereiten sich zu Hause mit Vorlesungsvideos vor. Dadurch wird in der Präsenzveranstaltung Zeit und Raum geschaffen für die Besprechung von Fragen, gemeinsame Diskussionen und die Beschäftigung mit vertiefenden Aspekten des Lehrstoffs.

In dem Vortrag wird das Konzept des Flipped Classroom am Beispiel einer Mathematikvorlesung vorgestellt. Sowohl die technische Umsetzung bezüglich der Vorlesungsvideos als auch die methodische Ausgestaltung der Präsenzveranstaltung werden ausführlich erläutert. Es wird zudem genügend Zeit für die Diskussion von Chancen und Grenzen der Methode zur Verfügung stehen.

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